Ministerpräsidentenkonferenz. Bayerns MP und Möchtegernkanzler appeliert: Fahren Sie nicht in Risikogebiete. Machen Sie Urlaub im schönen Deutschland. Als Ossi frag ich mich, wohin? Ostsee waren dieses Jahr schon 5 Tage, kurzfristig ein bezahlbares Quartier ist nicht zu bekommen. Elbsandsteingebirge, immer wieder schön, ich kenne es aber auswendig und muss dringend mal ein ganzes Stück weiter weg. Während Söder also für den Urlaub in Deutschland – vermutlich meint er Bayern – wirbt, lässt der kleine Bruder, der MP von Sachsen, auf Twitter stolz-trotzig verkünden: es gäbe keine neuen Einschränkungen. Im Gegenteil. Pfeifen wir auf den bevorstehenden infektionsgeschehensbedingten Notstand beim Nachbarn, 48 Stunden Zeit zum Shoppen ohne Quarantäne. Der tschechische Nachbar wohlgemerkt. Mit Österreich spielen wir Risikogebietspuzzle. Tirol ist Risikogebiet, egal ob Innsbruck oder Landeck mit deutlich steigenden Zahlen oder eben Reutte mit verschwindend geringen Zahlen, nahezu sächsischen Verhältnissen genaugenommen. Quarantäne oder Test bei Heimkehr. Übernachten in Pfronten oder Füssen und Wandern jenseits der Grenze ist wieder quarantänekonsequenzfrei. Zu wenige handeln eigenverantwortlich, das zeigt der Alltag. Verantwortungsvolles Handeln setzt aber (kleiner Tipp: Kohlberg und Moral) Verstehen voraus. Die fehlende Logik der Coronapolitik macht es schwer.