Wie spannend. Mehrere Artikel in der Tagespresse haben etwas zum Inhalt, was für die derzeitige Situation in irgend einer Weise symptomatisch ist. Aufregung. Aufregung um: ein Wahlergebnis. Eine Fraktion bezichtigt andere Fraktionen des Wortbruchs. Nämliches Wahlergebnis war eben nicht eindeutig und zwar nur (!) in der Weise, dass offenbar nicht alle Mitglieder der Fraktionen, die etwas miteinander vereinbart haben, gleich abstimmten. Das Ergebnis aber ist dasselbe, ob man nun mit einer Stimme Mehrheit oder zehn Stimmen – es ist so egal. Wenn man in der Lage ist, souverän damit umzugehen. Das aber ist die sich aufregende Fraktion wohl nicht. Am meisten schadet sie sich selbst. Nicht denen, die sie kritisiert. Wie macht man sich am besten lächerlich und gibt – mit Verlaub – ein hochgradig bescheidenes Vorbild ab.

Schlimmer scheint mir jedoch: Das Amt, um das es geht, das konkrete und das Amt als Kategorie, wird so in seiner Rolle und Bedeutung beschädigt. Die amtsinhabende Person soll einen Geschäftsbereich einer Stadtverwaltung in Vertretung die jeweilige das Oberbürgermeister*innenamt inhabende Person leiten. Führungspersönlichkeiten sollen es sein, von denen die zu leitende Verwaltung nicht sagt „is eh wurscht, wer da sitzt. Die haben sowieso keine Ahnung, nur das richtige Parteibuch.“